Doch wie gestaltet sich das Areal nach dem Abriss?

Bereits parallel zur Vorbereitung des Abrisses, haben das Planungsbrüro Donner & Marenbach aus Wiehl, in Zusammenarbeit mit dem Atelier für Garten- und Landschaftsarchitektur aus Krefeld, auf Grundlage des städtebaulichen Entwurfes des Büros ASS – Architektur Stadtplanung Stadtentwicklung, ein landschaftsplanerisches Konzept entworfen. In den Konzeptentwurf sind auch die Erkenntnisse und Anregungen aus den bisherigen Bürgerbeteiligungen mit eingeflossen. Neben den drei für private Investoren bereitstehenden Bauflächen, eine an der Bahnhofstraße und zwei im Bereich der Kaiserstraße, sind die gemäß des städtebaulichen Konzeptes öffentlichen Flächen die bestimmenden Elemente des landschaftsplanerischen Entwurfs. Ziel des Konzeptes ist es, großzügige Funktionsflächen für die Stadtgesellschaft mit einer hohen Aufenthaltsqualität für Besucher zu Verfügung zu stellen und den Waldbrölbach in Verbindung mit dem Wiedenhofbach ökologisch aufzuwerten. Das Zentrum des Areals bildet der elliptisch geformte Eventplatz, der für vielfältige Nutzungen wie beispielsweise Open-Air-Kino oder Märkte zur Verfügung stehen wird. Der Eventplatz wird über eine großzügige Sitzstufenanlage aus radialen Betonfertigteilen an den Stadtplatz angebunden. Die zukünftige Gestaltung des Stadtplatzes orientiert sich an den Gestaltungselementen der zukünftig umgebauten Kaiserstraße. Der Stadtplatz kann z.B. zur Aufnahme des Waldbröler Weihnachtsmarktes und als täglicher Kommunikations- und Aufenthaltsort der Stadtgesellschaft dienen. Der Multifunktionsplatz ist vom Eventplatz und von der Nümbrechter Straße aus ebenerdig erreichbar. Er dient in erster Linie der Aufnahme größerer Veranstaltung wie der Kirmes, wenn die Fläche des Eventplatzes nicht ausreicht. Finden keine Veranstaltungen statt, kann der Multifunktionsplatz als Parkplatz genutzt werden. Mit Umsetzung der Maßnahmen wird auch der in Teilen bislang verrohrte Waldbrölbach und Wiedenhofbach offengelegt und den Waldbrölern auch im Stadtzentrum zugänglich gemacht. Ergänzt wird das Konzept mit einer durchgängigen Rad- und Gehwegverbindung zwischen der Nümbrechter Straße und der Friedensstraße. Ebenfalls berücksichtigt sind ein Matschspielplatz in dem die Kinder selbständig Wasser fördern, lenken und anstauen können. Für Jugendliche und Erwachsene schließen sich Sportmöglichkeiten wie ein Parcours und Calisthenics, eine Trainingsform die für Übungen nur das eigene Körpergewicht nutzt, an. Sowohl die Wegeverbindung, als auch der Parcours- und Calisthenicsbereich werden beleuchtet sein. Bereits im Semptember 2019 haben die Ausschüsse für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung und der Bauausschuss der Stadt Waldbröl das Konzept in gemeinsamer Sitzung beschlossen. Eine Förderzusage vorausgesetzt, wird im nächsten Schritt das Konzept von der Planergemeinschaft weiter ausgearbeitet und konkretisiert. Die weitere Planung und Konkretisierung des Konzeptes soll dann wiederum im Rahmen einer Bürgerbeteiligung diskutiert werden.