Rund 20.000 Euro jährlich spendet der Waldbröler Missionsbasar (MIBA)

Zum ersten Mal fand eine Versteigerung
auf dem MIBA statt.
Foto: Jürgen Sommer

(js) Das Spanferkel hatte schon viele Hundert heiße Runden am Spieß hinter sich, als die ersten Besucher des Waldbröler Missionsbasars (MIBA) um neun Uhr vor der Tür des evangelischen Gemeindehauses am Wiedenhof stan­den. Schließlich müssen echte Schnäpp­chenjäger früh aufstehen, wenn sie „Rares für Bares“ finden wollen. Die ersten Aktiven des Tages waren aber die Männer vom Grill, die schon um fünf Uhr in der Früh das Feuer angeheizt hatten, damit pünktlich zur Mittagszeit das leckere Spanferkel serviert werden konnte. Im Eingangsbereich gegenüber wendete Pfarrer Jochen Gran in der Pfanne derweil fleißig Reibekuchen für Reibekuchen. „So 700 werden es gewesen sein“, erklärte Gran, als er gegen 14 Uhr den Ausverkauf verkünden musste und gut gelaunt daran ging, die Pfannen und Töpfe zu schrubben. Seit den 1970er Jahren findet zu Allerheiligen der MIBA statt. Unter den rund 200 ehrenamtlichen Helfern gibt es solche, die seit Beginn dabei sind. Wolfgang Bertrams (72) kümmert sich seitdem um die Bücher­abteilung, in der in diesem Jahr rund 15.000 Bücher in Bananenkartons zum Verkauf bereit liegen. Seiner Tochter Rebecca hat er den Bücherbazillus wei­tergereicht. Sie ist Buchhändlerin und hilft seit 25 Jahren ebenfalls beim MIBA. Manfred Sachse, der Chef der Bücherabteilung, berät gerade die 13-jährige Anna Wirths aus Heischeid. „Brennende Prärie“, der etwas von Gebrauchsspuren gezeichnete Schmöker, mit abenteuerlich buntem Cover, findet für 1,50 Euro eine neue Besitzerin. Nicht nur bei der Bücherabteilung ist man auf viele helfende Hände angewiesen, die sammeln, sortieren, einräumen und am Schluss die Reste wie­der ausräumen, aufräumen und letztlich einlagern oder vernichten. Gerade ist auf der Bühne die Versteigerung zu Ende gegangen. Jugendreferent Christian Büscher hatte die Idee dazu. „Es war die erste Versteigerung auf dem Waldbröler MIBA und der Erfolg verlangt nach einer Wiederholung im kom­menden Jahr“, erklären Büscher und sein Kollege Mike Stausberg vom Organisation-Team. Jeder Euro aus mehr als einem Dutzend Abteilungen des MIBA fließt in einen gemeinsamen Topf, in dem jedes Jahr rund 20.000 Euro zusammenkommen. Seit Jahren wird mit dem MIBA Erlös ein Mädcheninter­nat in Papua Neuguinea unterstützt.