Nicht nur Biker kommen zum Motorrad-Gottesdienst auf den Marktplatz

 

Pfarrer Jochen Gran mit seiner Ducati Diavel

(js) Wenn der Herr Pfarrer zum Gas­geben animiert, dann kann es nichts Schlechtes sein, so sollte man meinen. Wenn man weiß, dass der Herr Pfarrer sich von einer Ducati, Typ Diavel (Teufel), mit 160 PS durch die Lande tragen lässt, dann reitet der Pfarrer in des Wortes Bedeutung also den Teufel. Das hat doch was! Alles ist etwas anders beim MOGO, dem Mo­tor­radgottesdienst in Waldbröl, der in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feierte.
Der Pfarrer, das ist Jochen Gran und der lässt als Biker auch hin und wieder den Asphalt brennen. Er kann aber auch anders. Er kann predigen und das außergewöhnlich! Dafür kommen Volker Eyl und seine Frau Marion aus Maxsain im Wester­wald mit ihrem Feuerstuhl zum MOGO nach Waldbröl. Schon zum dritten Mal. „Da hört man immer eine gute Predigt bei außer­gewöhnlicher Atmosphäre“, so ihr Statement. Natür­lich gab es wieder ein Rahmen­pro­gramm. Die russische Fahne auf der Bühne signalisierte die Richtung. Ge­schichten um die längst totgeglaubte russische Motorrad-Mar­ke URAL, von der Kenner glauben, dass sie mit ei­nem Schuss Vodka im Tank schneller wird, amüsierten die rund 500 Biker. Die Kollekte wurde dem Anlass ent­spre­chend im Helm ein­gesammelt und zum Abschluss gab es wieder einen Korso durch das Ober­bergische.