In der Gerdesstraße entstand ein kleines Hexenhäuschen

Das im Rahmen des Wood-Camps von Jugendlichen errichtete Hexenhäuschen im Netzwerk­garten ist fertig. Zu den Bewunderern gehörte auch Bürgermeister Peter Koester (5.v.r.).
| Foto: Jürgen Sommer

(js) Nanu!? Alles krumm und schief! Wer war denn da am Werk? Am Werk waren im „Netzwerkgarten“ in Wald­bröl acht Mädels und zehn Jungen und alles ist genau nach Plan gebaut worden, in diesem Fall sollte es einmal krumm und schief sein! Entstanden ist ein sogenanntes Hexenhäuschen, das von Designer und Hobbyschreiner Erich Eischeid entworfen wurde. Das Häuschen wurde im Netzwerkgarten der Ehrenamtsinitiative „Weitblick“ in Waldbröl, Gerdesstraße, errichtet und steht am Ende des Projektes „mach grün“, das zur Berufsfindung von Jugendlichen dienen soll. Jugendliche sollen entdecken wie „grün“ Berufe sein können, erklärt die Projektleiterin Leni Mauelshagen. So wurde in Wald­bröl nur mit umweltschonenden Ma­terialien gebaut, gesägt und gestrichen. Elias kommt in die neunte Klasse und hat beim Anstreichen des Häuschens mit ökologischen Farben möglicher­weise seinen zukünftigen Beruf ent­deckt. Das Anstreichen hat ihm einen riesigen Spaß bereitet. Alle Jugend­lichen waren Teilnehmer eines kosten­losen Workcamps in den Schulferien, das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Bundesumweltministe­rium getragen wird. Die Jugendlichen kamen aus dem Oberbergischen, aus Windeck, aus Wissen und Altenkirchen sowie aus Pulheim und Langenfeld. Nach dem Bau des Holzzaunes im ver­gangenen Jahr ist dieses Projekt nach Fertigstellung des Backes das dritte, von Jugendlichen in die Tat umge­setz­te Vorhaben.
Bei den jungen Hand­wer­kern auf Probe bleibt auf jeden Fall die Er­fahrung, dass man auch schief und krumm passgenau arbeiten kann. Allerdings mit mehr Arbeitsaufwand und Anstrengung.