Wanderverein Waldbröl – Der Spessart war eine Reise wert

Wanderverein Waldbröl – Der Spessart war eine Reise wert

Mittwoch, 03.08.2022

Bei schönem Wetter (1. Tag) starteten wir am Sonntag verteilt auf mehrere Pkws in Wildbergerhütte. – So begleitete uns die Sonne 5 Tage lang! –

Um 9 Uhr machten wir Pause in Alzenau-Wasserlos. Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück im dortigen „Wein-Motel“ freuten wir uns auf die erste Wanderung. Sie führte uns durch das Dorf direkt in den Wald. Hier teilte sich die Gruppe:

Eine Gruppe wanderte auf geradem bzw. kürzerem Weg nach Alzenau. Die andere Gruppe nahm – Schweiß treibend – den Hahnenkamm auf 437 m Höhe ins Visier. In der dortigen Berggaststätte gab es erfrischende Getränke und zünftigen Schweinebraten mit Knödel.  Anschließend bestieg sie noch den Ludwigsturm aus dem Jahr 1880.

In Alzenau angekommen gab es genügend Zeit, um die Burg, die Kirchen und Parkanlagen zu besuchen und Erinnerungsfotos zu machen. Nach Eis, Kaffee und Kuchen ging es dann über einen herrlichen Wiesenweg zurück zu unseren Autos in Wasserlos. Von dort führte uns der Reiseplan direkt am Main entlang über Eschau nach Wildensee zum  Hotel, unserer Heimat für die nächsten 4 Nächte.

Das 1. Frühstück (2.Tag) am nächsten Morgen ließ keine Wünsche offen und entsprechende Vorfreuden auf die gebuchte Halbpension aufkommen. Die anschließende Autofahrt ging über schmucke Dörfer nach Bürgstadt. Hier stand als erstes die Besichtigung der Martinskapelle an. Erbaut um 1200 mit weltweit bekannter Ausmalung von 40 Wandbildern aus der Heilsgeschichte. Anschließend fuhren wir zum Wanderparkplatz Stutz. Dort bot sich eine herrliche Aussicht auf Bürgstadt und seine imposante Sandsteinwand, bevor wir im Wald verschwanden.

Nun teilte sich die Gruppe in den Mainwanderweg und in den sogenannten L-Weg, auf dem wir ziemlich steil bergauf an vielen Sandsteingebilden und Ausgrabungen vorbei zur Centgrafenkapelle (Ruine aus dem 17. Jahrhundert) gelangten. Der Abstieg war dann gottseidank nicht mehr so anstrengend. Anschließend ging es wieder gemeinsam los und zwar nach Miltenberg. Hier bot sich für jeden die Möglichkeit zum Bummeln und Shoppen. Anschließend stiegen wir noch zur Burg hoch und kehrten über den Höhenweg an den Main zurück.

Am Dienstag (3. Tag) fuhren wir nach Wertheim. An der Main-Tauber-Halle begann die Wanderung entlang der Tauber. Wir teilten uns in drei Gruppen. Die erste nahm den kürzesten Weg zur Burg, die zweite den Hauptwanderweg. Die Fittesten unter uns hingegen gingen zuerst noch nach Reicholzheim. Der Rückweg führte dann an ehemaligen Weinbergterassen vorbei zur Burg Wertheim. Leider war hier der direkte Weg zur Burg gesperrt, so dass wir einen ungeplanten größeren Schlenker machen mussten. Es blieb deshalb nur Zeit für eine kurze Besichtigung der Burg mit dem wunderschönen Blick auf die Stadt. Später trafen wir uns alle wieder an der Stiftskirche für die Rückfahrt zum Hotel.

Am Mittwoch (4. Tag) stand eine Programmänderung an. Vom Wanderparkplatz Breitenbrunn-Prasselburg sollte der Weg uns zur Henneburg führen – war aber leider gesperrt. Hier mussten wir durch einen dunklen Wald steil bergauf vorbei an allerlei wilden Tieren die Burg regelrecht erklimmen. Oben angekommen erklärte uns der dort beheimatete Bogenschießverein:

Um neue + alte Mitglieder zu testen, werden in den umliegenden Gehölzen künstliches Damwild, Bären, Wildschweine etc. als Trainingsziele präsentiert!

Von der Burg bot sich eine beeindruckende Rundsicht auf Stadtprozelten, den Main und Mondfeld mit dem Mondsee. Dafiir blieb uns aber die Besichtigung der Burg wegen Bauarbeiten verwehrt. So ging es dann bergab zurück an den Main zu unserem Parkplatz. Abschließend besuchten wir noch die versteckt gelegene Kartause Grünau – ein absoluter Geheimtipp.

Am Vatertag (5. Tag) stand die letzte Wanderung an. Autofahrt nach Heimbuchenthal. Ein schöner Waldweg führte uns von dort zum eigentlichen Ziel, dem Schloss Mespelbrunn.  Dort angekommen buchten wir – alleine schon wegen der idyllischen und offensichtlich von diversen Kriegen verschont gebliebenen Anlage –  die offizielle Schlossführung.

Eine junge, hoch motivierte Dame nahm uns mit auf einen sehr informativen Rundgang durch Park und Schloss. Der Rückweg führte durch einen auffallend schönen, gesunden Mischwald (ohne die Kahlschläge in unserer Heimat).

Nach einem letzten gemeinsamen Essen verabschiedeten wir uns voneinander und traten die Heimfahrt an.

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