Mit einer Party in die Zukunft

Mit einer Abrissparty wurde der Beginn des Endes eines traurigen Kapitels der Stadtgeschichte gefeiert. Das Merkurhaus wird verschwinden. Keine Träne wurde vergossen, als die Party bei blutrotem Himmel mit der gewaltigen Kulisse der schwarzen Merkur-Fassade im Hintergrund begann. Wie auch schon am 1.10.2019 als eine öffentliche Informations-Veranstaltung zum Abriss des Merkurhauses im Bürgerdorf stattfand, zeigten Bürgerinnen und Bürger großes Interesse. Mit dem Abriss erreicht Bürgermeister Peter Koester, wie er auf der Party freudestrahlend mitteilte, „ein ganz persönliches Ziel!“ Der für den 14.Oktober 2019 terminierte Beginn wurde um rund zwei Wochen verschoben. Das stört aber im Hinblick auf das Ziel niemanden so richtig! Rund ein halbes Jahr werden die Arbeiten dauern. Weitsichtig und mutig hatte der Rat der Stadt die Abrisskosten schon in den Haushalt eingeplant, denn die Stadt tritt finanziell in Vorleistung, jedoch mit der Hoffnung, dass die Bezirksregierung, den ihr vorliegenden Waldbröler Antrag auf Fördermittel, unterstützt.Der Abriss wird in Eigenregie, abgewickelt. Einen Überblick zum Ablauf des Verfahrens gaben Thomas Sachs und Christoph Richter, Mitarbeiter der Ingenieurgesellschaft M&P, die die Bauleitung übernehmen werden. Das Spezialunternehmen hatte auch die umfangreichen Voruntersuchungen durchgeführt, die zur Erstellung des komplexen Leistungsverzeichnisses, als Grundlage für die Ausschreibung notwendig waren. Auch das Haus Bahnhofstraße 9 wird im Zuge der Arbeiten abgerissen. Vom Merkurkomplex bleibt nur die Bodenplatte erhalten. Die entstehenden Böschungen – an der Kaiserstraße ergeben sich rund fünf Meter Höhenunterschied zum Straßenniveau – werden baulich unter anderem mit einer Schwergewichtsmauer gesichert. Für die Abbruchausführung ist die Firma Freimuth aus Bülkau verpflichtet worden. Christian Marwede, der für den Abriss zuständige Bauleiter, erläuterte die Einzelschritte: Aktuell werden Gerümpel und Taubenkot, Teppichböden und andere Fremdstoffe von Arbeitern in Vollschutzanzügen entfernt. Danach werden die Fenster werden ausgebaut bevor es an die Dachhaut geht. Die asbesthaltigen Fassadenplatten müssen Nagel für Nagel, Platte für Platte entfernt werden, um ein Zerbrechen und einer damit verbundenen Freisetzung von Asbestfasern in die Umgebungsluft, entgegenzuwirken. Künstliche Mineralfasern entfernen Fachfirmen, die unter behördlicher Aufsicht stehen. Zum Schluss kommt der Bagger und knabbert das Gebäude mit einem Long-Reach-Arm von oben, Stück für Stück, ab. Es wird stauben“, so der Mann vom Abriss, der den Bürgerinnen und Bürgern jedoch verspricht den Staub, soweit wie möglich mit Wasser zu binden. „Jedes Detail wird man nicht vorausplanen könne“, weiß Marwede aus Erfahrung und ergänzt: „Jeder Abriss und auch das Merkurhaus ist wie eine Wunderkiste!“ Also lassen wir uns überraschen! 

Foto: Jürgen Sommer

Die entstehenden Böschungen – an der Kaiserstraße ergeben sich rund fünf Meter Höhenunterschied zum Straßenniveau – werden baulich unter anderem mit einer Schwergewichtsmauer gesichert. Für die Abbruchausführung ist die Firma Freimuth aus Bülkau verpflichtet worden. Christian Marwede, der für den Abriss zuständige Bauleiter, erläuterte die Einzelschritte: Aktuell werden Gerümpel und Taubenkot, Teppichböden und andere Fremdstoffe von Arbeitern in Vollschutzanzügen entfernt. Danach werden die Fenster werden ausgebaut bevor es an die Dachhaut geht. Die asbesthaltigen Fassadenplatten müssen Nagel für Nagel, Platte für Platte entfernt werden, um ein Zerbrechen und einer damit verbundenen Freisetzung von Asbestfasern in die Umgebungsluft, entgegenzuwirken. Künstliche Mineralfasern entfernen Fachfirmen, die unter behördlicher Aufsicht stehen. Zum Schluss kommt der Bagger und knabbert das Gebäude mit einem Long-Reach-Arm von oben, Stück für Stück, ab. Es wird stauben“, so der Mann vom Abriss, der den Bürgerinnen und Bürgern jedoch verspricht den Staub, soweit wie möglich mit Wasser zu binden. „Jedes Detail wird man nicht vorausplanen könne“, weiß Marwede aus Erfahrung und ergänzt: „Jeder Abriss und auch das Merkurhaus ist wie eine Wunderkiste!“ Also lassen wir uns überraschen! 

Merkur-Webcam

Die Stadtverwaltung hat eine Webcam installiert, die die Abrissarbeiten und die weitere Entwicklung auf dem Merkur-Gelände dokumentiert.
Auf der Internetseite der Stadt www.waldbroel.de können verfolgen. Das Bild der Webcam wird montags bis freitags zwischen 8:00 Uhr und 17:30 Uhr minütlich aktualisiert. In der Zwischenzeit sieht man das jeweils letzte aufgenommene Bild.
Der Webcam-Standort ist das auch als „Galle-Bau“ bekannte Geschäfts- und Mehrfamilienhaus in der Nümbrechter Straße 7.
Nach Abschluss der Abrissarbeiten wird aus den Aufnahmen ein Zeitraffer-Video generiert.

Wie geht es danach weiter?

Mit einer zweiwöchigen Verzögerung begannen Ende Oktober 2019 die Arbeiten für den Abbruch des Merkur-Gebäudes. Über die Abwicklung des Abbruches konnten sich die Waldbröler Bürgerinnen und Bürger in einer Bürgerinformationsveranstaltung am 01. Oktober 2019 informieren. So sollen die Abriss-Arbeiten ein halbes Jahr dauern. Weitsichtig und mutig hatte der Rat der Stadt die Kosten schon in den Haushalt eingeplant, denn die Stadt tritt finanziell in Vorleistung, jedoch mit der Hoffnung, dass die Bezirksregierung, den ihr vorliegenden Waldbröler Antrag auf Fördermittel, unterstützt. Der Abriss wird in Eigenregie abgewickelt.

Einen Überblick zum Ablauf des Verfahrens gaben Thomas Sachs und Christoph Richter, Mitarbeiter der Ingenieurgesellschaft M&P, die die Bauleitung übernehmen werden. Das Spezialunternehmen hatte auch die umfangreichen Voruntersuchungen durchgeführt, die zur Erstellung des komplexen Leistungsverzeichnisses, als Grundlage für die Ausschreibung notwendig waren.

Auch das Haus Bahnhofstraße 9 wird im Zuge der Arbeiten abgerissen. Vom Merkurkomplex bleibt nur die Bodenplatte erhalten. Die entstehenden Böschungen – an der Kaiserstraße ergeben sich rund fünf Meter Höhenunterschied zum Straßenniveau – werden baulich unter anderem mit einer Schwergewichtsmauer gesichert.

Einen Überblick zum Ablauf des Verfahrens gaben Thomas Sachs und Christoph Richter, Mitarbeiter der Ingenieurgesellschaft M&P, die die Bauleitung übernehmen werden. Das Spezialunternehmen hatte auch die umfangreichen Voruntersuchungen durchgeführt, die zur Erstellung des komplexen Leistungsverzeichnisses, als Grundlage für die Ausschreibung notwendig waren.

Auch das Haus Bahnhofstraße 9 wird im Zuge der Arbeiten abgerissen. Vom Merkurkomplex bleibt nur die Bodenplatte erhalten. Die entstehenden Böschungen – an der Kaiserstraße ergeben sich rund fünf Meter Höhenunterschied zum Straßenniveau – werden baulich unter anderem mit einer Schwergewichtsmauer gesichert.

Für die Abbruchausführung ist die Firma Freimuth aus Bülkau verpflichtet worden. Christian Marwede, der für den Abriss zuständige Bauleiter, erläuterte die Einzelschritte:

Aktuell werden Gerümpel und Taubenkot, Teppichböden und andere Fremdstoffe von Arbeitern in Vollschutzanzügen entfernt. Danach werden die Fenster ausgebaut, bevor es an die Dachhaut geht. Die asbesthaltigen Fassadenplatten müssen Nagel für Nagel, Platte für Platte entfernt werden, um ein Zerbrechen und einer damit verbundenen Freisetzung von Asbestfasern in die Umgebungsluft, entgegenzuwirken. Künstliche Mineralfasern entfernen Fachfirmen, die unter behördlicher Aufsicht stehen. Zum Schluss kommt der Bagger und knabbert das Gebäude mit einem Long-Reach-Arm von oben, Stück für Stück, ab. „Es wird stauben“, so der Mann vom Abriss, der den Bürgerinnen und Bürgern jedoch verspricht, den Staub, soweit wie möglich mit Wasser zu binden. „Jedes Detail wird man nicht vorausplanen können“, weiß Marwede aus Erfahrung und ergänzt: „Jeder Abriss und auch das Merkurhaus ist wie eine Wunderkiste!“ Also lassen wir uns überraschen!