Bergische- und moderne Baukultur im Einklang

Der 13. Juli 2019 wird als großer Tag in die Chronik der Stadtgeschichte Waldbröls eingehen. An diesem Tag wurde das Bürgerdorf am Alsberg der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit Stolz begrüßte Bürgermeister Peter Koester prominente Gäste der NRW Landespolitik, um die offizielle Einweihung des perfekten Rathaus-Neubaus, als Teil eines im Oberbergischen einmaligen Gebäude-Ensembles, zu feiern. So waren Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, Regierungspräsidentin Gisela Walsken, Landrat Jochen Hagt sowie Dr. Reimar Molitor als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der „Region Köln/Bonn“ e.V. , nach Waldbröl gekommen.

 

Mit Bewunderung lobte Scharrenbach die gelungene Verbindung zwischen traditioneller bergischer- und moderner Baukultur. Sie sprach von einem Traum, der von Bürgerinnen und Bürgern, von Rat und Verwaltung gedacht und verwirklicht wurde. „Hier haben Menschen ihre Heimat gestaltet“, erklärte die Ministerin anerkennend. Gisela Walsken sah das Bürgerdorf als ein Zeichen dafür, dass der ländliche Raum, was Förderung und Beratung betreffen, nicht vergessen wird.

Überzeugt von der Konzeption der Waldbröler Stadtentwicklung erklärte die Regierungspräsidentin: „Wir freuen uns, wenn wir weiterhin Geld nach Waldbröl bringen können!“ Jochen Hagt, der das Bürgerdorf als einen Meilenstein für Waldbröl bezeichnete, bewunderte das Tempo, das bei dem Umbau der Stadt an den Tag gelegt wird und wie sehr man in Waldbröl nach vorne denkt. Molitor beobachtet die Entwicklung der Stadt seit 2003 und erinnerte an seine damalige Einschätzung: „Hier wird Hilfe notwendig sein!“ Das, was bisher erreicht wurde, ließ ihn den Wunsch äußern, dass die Bürgerinnen und Bürger sich mit der Verwaltung unterhaken sollten, um ganz einfach auch einmal „Danke“ zu sagen! Architekt Professor Krenz bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen, was Voraussetzung sei, um mit den 800 am Bau beteiligten Menschen zusammen arbeiten zu können.

Zum ersten Mal gab es ein großes Fest im Bürgerdorf am Alsberg. Größer als erwartet war der Besucherandrang am Tag der offenen Tür.
Foto: Jürgen Sommer

Bürgermeister Peter Koester, sichtlich gut gelaunt und überall präsent, hatte mit seiner Mannschaft ein wahres Bürgerfest inszeniert. Neben Führungen durch den weitläufigen Komplex und die Gebäude, gab es Rundfahrten mit dem Waldbröler Bummelzug durch die Stadt. Bauhof und Feuerwehr hatten einen Teil ihrer Fahrzeuge ausgestellt. Musik von der Klassik bis zum Rock`n Roll, Besinnliches und Ohrwürmer sorgten für kurzweilige Unterhaltung. Einen Moment des Innehaltens gab es schon während des Festaktes, als der evangelische Pfarrer Thomas Seibel, gemeinsam mit dem katholischen Gemeindereferenten Michael Grüder und dem Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Waldbröl, Maik Führing, das Bürgerdorf segneten. Über 60 Jahre nach Verleihung der Stadtrechte könne Waldbröl heute einen qualitätsgerechten Standard vorweisen, erklärte Koester, der gemeinsam mit den geladenen NRW Politikern diesen ganz besonderen Tag für Waldbröl mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt abrundete.