Gute Überlebenschancen für operierten Bussard

Manfred Schmallenbach (l.) freut sich mit seiner Ehefrau Anneliese (3.v.l.)genauso über die geglückte Rettung des schönen Vogels wie das Ehepaar Hildegard und Wilfried Wirths.
Fotos: Jürgen Sommer

(js) Da konnte Manfred Schmallenbach nicht länger zuschauen, als er sah wie eine Horde Krähen auf der Weide vor seinem Wohnzimmerfenster einen jungen, offensichtlich flugunfähigen, wunderschönen weißen Bussard attackierten. Schmallen­bach eilte zum „Tatort“, warf ein Tuch über den Vogel und konnte ihn so behutsam aufnehmen. Nun ging es nach Rösrath in die Greifvogelwarte, wo dem Tier geholfen werden sollte. Dort ist Dirk Sindhu für das Gelände mit einer großen Freiflug-Voliere zuständig, in der Dutzende Greif­vögel das Überleben lernen und fachmännisch aufgepäppelt wer­den. Der Schnörringer Bussard wurde medizinisch durch­gecheckt. Diagnose: Flügelbruch. Eine Düsseldorfer Tierklinik nagelte den Flügel, wie die Fach­leute es nennen. Schmallenbach und sein NABU Freund Wilfried Wirths konn­ten den geheilten Bussard acht Wochen später wieder abholen, um ihn in seinem Revier in Schnörringen in die Freiheit zu entlassen. Die Überlebenschancen liegen durch die Wiederherstellung der Flugfähigkeit bei 100 Pro­zent, da die selbständige Nahrungs­aufnahme in der freien Natur wieder problemlos möglich ist, erklären die NABU Leute. Das Happy End der Geschichte ist schnell erzählt: Vorsichtig aus der Transportkiste gehoben hält Manfred Schmallenbach den Vogel hoch, zählt bis drei, öffnet die Hände und der junge, wunderschön gezeich­nete Vogel fliegt davon! Die Naturschützer weisen übrigens darauf hin, dass man beim Auffinden eines hilflosen Tieres den Naturschutzbund (NABU) anrufen kann. In Waldbröl ist Klaus Unger als Kontaktperson unter der Rufnummer 01 71 / 473 29 98 erreichbar.

Der geheilte Bussard wird von seinem Retter Manfred Schmallenbach wieder in die freie Natur entlassen.