Die Tafel in Waldbröl feierte ihren 15. Geburtstag

Zur Feier des 15-jährigen Jubiläums der Tafel begrüßte das Leitungsteam auch zahlreiche Ehrengäste. Susanne Maaß, Jörg Bukowski, Peter Koester, Theresia Mittler, Liane Althoff, Jochen Gran und Alfred Freitag (v.l.)
| Foto : Jürgen Sommer

(js) „Weihnachten und Ostern finden bei uns immer rund vier Wochen spä­ter statt“, erklärt Alfred Freitag, der gemeinsam mit Theresia Mittler und Liane Althoff zum ehrenamtlichen Lei­tungsteam der Tafel in Waldbröl ge­hört. Wenn die Geschäfte und Märkte rund vier Wochen nach Weihnachten oder Ostern die übriggebliebenen Sai­sonartikel endgültig aus den Regalen entfernen, dann ist in der Tafel Be­scherung angesagt. „Alles was nicht verkauft wurde oder beschädigt ist dürfen wir abholen und hier verteilen“, so Freitag weiter. Die Tafel feierte in diesen Tagen ihr 15-jähriges Bestehen und Alfred Freitag ist schon seit 13 Jahren dabei. Als Pfarrer Jochen Gran 2003 mit zwei Mitarbeitern in Wald­bröl die Tafel gründete, konnte nie­mand erahnen, dass sich innerhalb von 15 Jahren ein so großes und wichtiges Projekt aus den bescheidenen Wur­zeln entwickeln würde. In Zahlen, Daten und Fakten ist das Wachstum abzulesen: Die Mitarbeiterzahl ist auf 121 Helfer angestiegen. Fanden die ersten Abholungen noch mit dem Gemeindebus statt, fahren heute zwei Kühlfahrzeuge die Runde. Waren es 2003 lediglich 30 Nutzer, die von der Tafel versorgt wurden, ist die Zahl im Jahr 2018 auf 1.600 Nutzer angestiegen. Auch der Versorgungsbereich erfuhr mit der Einbindung der Gemeinden Morsbach, Nümbrecht, Wiehl und Reichshof eine Erweiterung. Im Verbrei­tungsgebiet werden wöchentlich 4,5 bis 5 Tonnen Lebensmittel verteilt. zum Teil direkt bei „Mit dem Tag ihres Ju­biläums verschwindet aber der Name „Waldbröl“ in der Bezeichnung und die Waldbröler Tafel heißt nun TAFEL OBERBERG SÜD“, gab Alfred Freitag am 27. Juni 2018 bekannt. Träger der Einrichtung ist weiterhin die evange­lische Kirchengemeinde Waldbröl. Zur Jubiläumsfeier kamen neben Bürger­meister Peter Koester auch sein Mors­bacher Amtskollege Jörg Bukowski und die stellvertretende Reichshofer Bürgermeisterin Susanne Maaß. Alle zeigten sich beeindruckt von der Lo­gistik und der Arbeit der Ehrenamtler. Die Menschlichkeit an der Tafel wird übrigens immer großgeschrieben.
Für die Mitarbeiter gibt es als Dan­ke­schön ein jährliches Fest und zum Geburts­tag wird ein Ständchen ange­stimmt! „Wer bei der Tafel mitarbeiten will ist jederzeit herzlich willkommen“, wirbt Alfred Althoff für ein Projekt, das nicht nur aus Logistik, Zahlen, Orga­nisations- und Dienstplänen besteht, sondern bei dem der Mensch, ob als Helfer oder Tafelkunde, im Vorder­grund steht.