Konzert des Klaviertrios REC4 im Pfarrheim St. Michael begeisterte die Besucher

Die These, Musik kenne keine Grenzen, wurde vom Klaviertrio REC4 aus Barcelona eindrucksvoll bestätigt. Drei Komponisten, drei Interpreten aus drei verschiedenen europäischen Regionen. Drei hochmusikalische und technisch versierte Künstler demonstrierten in einzigartiger Weise, dass Musik gelebte Kommunikation bedeutet, an der die Hörer teilnehmen dürfen. Der Cellist Jean-Baptiste Texier kommt wie Debussy aus Frankreich, der Pianist Kiev Portella Pons wie Salvador Brotons aus der spanischen Region Katalonien und die Violinistin Sarah Bels aus dem Rheinland, der Region, der Schumann mit seiner Rheinischen Sinfonie ein oft gehörtes musikalisches Denkmal setzte. Dem Verein zur Förderung der Musik an St.Michael gelang es, die Musiker aus Barcelona für ein Konzert in die Heimatstadt der Künstlerin Sarah Bels, nämlich Waldbröl, zu locken. Hier bekam sie ihren ersten Unterricht und kam über Weimar, Berlin und München nach Barcelona, wo sie noch heute lebt und mit den beiden anderen Künstlern das Trio gründete. Als ausgesprochen faszinierend und von den Künstlern in meisterhafter Perfektion vorgetragen erlebten die Hörer das Requiem von Salvador Brotons, einem zeitgenössischen spanischen Komponisten, der dieses Werk als Hommage an die Stadt New York in mitfühlender Erinnerung an den Terroranschlag komponierte.
Meisterhafte Kompositionen wurden von meisterhaften Interpreten aufgeführt. Für die Hörer wurde es zu einem unvergesslichen Erlebnis, wie unmittelbar das Klaviertrio den Nachvollzug der seelischen Unruhe eines hochsensiblen und kreativen Komponisten mit diesem Werk in ein fühlbares Klangerlebnis umsetzte. Der zweite Satz mit seinen ausgesprochen lyrischen Passagen und klagenden Elementen wurde nach langanhaltendem Beifall und standing ovations als Zugabe gebracht.