Der Sportplatz wird häufig von Nichtsportlern zweckentfremdet

Fotos: Jürgen Sommer

(js) Mit einem lachenden und einem (manchmal) weinenden Auge schaut Werner Christophel auf die Sportanlage an der Heidberghalle. Der 83-jährige Christophel, der 48 Mal in Folge das Sportabzeichen erworben hat und dort mehrmals in der Woche trainiert, beobachtet mit Sorge, dass der Platz häufig von Nichtsportlern zweckentfremdet wird. „Ich kann es menschlich gut verstehen, dass man auf dieser schönen Anlage auch Picknick machen möchte, aber das gehört nicht auf eine Sportanlage“, sagt der Senior sachlich und ohne Zorn.
Eine Mitverantwortung fühlt er aber schon, denn der Platz, der für jeden offen steht, wurde vor wenigen Jahren dankenswerter Weise von der Stadt für die Sportler neu hergerichtet. „Das ist wunderbar gelungen“ schwärmt der Sportsmann und möchte die große Anlage mit Fußball-, und Beachvolleyballfeld, einer Basketball und Weitsprunganlage, in diesem Top Zustand lange für die Sportler erhalten wissen.
Kleinere Verschmutzungen entfernt Christophel selber, ohne dies an die große Glocke zu hängen. Besondere Auffälligkeiten meldet er auch schon einmal an die Stadt oder den Bauhof, der dann abgestellte Einkaufswagen, Grillgeräte oder Flaschen und Scherben absammelt. Daniel Schneider, Mitarbeiter des Bauhofes, mäht alle zwei Wochen im Stadion den Rasen und ist Christophel für jeden Hinweis dankbar. „Wer Sport treiben möchte ist immer herzlich willkommen, aber sportfremde Freizeitvergnügungen gehören hier nicht hin, dass sollte jeder verstehen“, betont Christophel nochmals ganz deutlich, bevor er zur ersten von 20 Laufrunden startet.

Werner Christophel trainiert mehrmals pro Woche auf der Anlage an der Heidberghalle. Er mahnt: „Die tolle Sportstätte sollte man nicht eigenmächtig zum persönlichen Freizeitpark oder Picknickplatz machen und Mountainbikes haben auf der Laufbahn absolut nichts zu suchen.