Aktion gegen das Vergessen der Ermordung unzähliger Juden im Nationalsozialismus

Bürgermeister Peter Koester erinnert an jüdische Familien, die bis zur Deportation durch die Nazis in Waldbröl gelebt haben.

(mv) Auch Waldbröl zählt nun zu den Städten und Ortschaften, in der Stolpersteine des Künstlers Gunther Demnig verlegt wurden. Sie erinnern an die jüdischen Familien, die dort bis zur Deportation durch die Nazis gelebt haben. Seit 1992 hat der Künstler bereits in 92 Ländern um die 69.000 Stolpersteine verlegt. Die vor kurzem verstorbene Anette Tillmann hatte das Projekt als langjährige Stadtverordnete und Vorsitzende des Kulturausschusses in Waldbröl initiiert. In der Querstraße erinnern nun drei Steine mit Inschrift an die Familie Elias. In der Hochstraße 30 drei weitere an die Familie Salomon. Zur Verlegung der Stolpersteine durch den Künstler am 24. Mai waren zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger erschienen.
Hermann Jacobs zeigte Fotografien und teilte seine Erinnerungen an die Familie Elias, die er als kleiner Junge noch persönlich kennengelernt hatte. Schüler des Hollenberg-Gymnasiums und der Gesamtschule berichteten über das Leben der Familien.
Der Vorsitzende der Oberbergischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Wolfgang Birkholz, setzte sich mit der Geschichte Waldbröls zur Zeit des Nationalsozialismus auseinander.
Pfarrer Thomas Seibel, Pastoralreferent Michael Grüder und Stephan Propach schlossen die Feierlichkeit ab. Danach legten die Schüler der beiden Schulen weiße Rosen nieder. Für den Waldbröler Bürgermeister Peter Koester ist diese Erinnerungskultur von neuer Qualität unter den Menschen in Waldbröl.

Des Künstler Gunther Demnig verlegte seit 1992 um die 69.000 Stolpersteine.

In der Querstraße erinnern nun drei Steine mit Inschrift an die Familie Elias.