Fahrradtouren mit dem E-Bike werden immer beliebter

(mv) Wer schon einmal mit dem Fahrrad eine Tour durch das Oberbergische gemacht hat, weiß wie schön die Aussichten sind, die sich hinter jeder Kurve und von jeder Erhebung ergeben. Die hügelige Landschaft sorgt immer wieder für abwechslungsreiche Ausblicke und Panoramen Doch die Freude über die schöne Landschaft lässt sich nicht immer nur genießen. Während die Fahrten über Höhenzüge und hinunter in die Täler und Dörfer wohl jeden Radfahrer erfreuen, sind die anschließenden Steigungen oft sehr beschwerlich und so manchmal nur für sportlich-trainierte Radler zu bewältigen. Man muss nicht im fortgeschrittenen Alter sein, um beim Radfahren vor den Bergen des Oberbergischen zu kapitulieren. Die Lösung für das Problem bieten „Pedelecs“, im Volksmund meist nur E-Bike genannt: Fahrräder mit Elektromotor, die dem Radfahrer genau dann helfen, wenn er es braucht. Sobald man in die Pedale tritt, setzt die elektronische Unterstützung. Die Intensität der Unterstützung lässt bequem am Lenkrad einstellen: Möchte man sich gerade sportlich verausgaben, nur ein bisschen seine Kräfte schonen oder nahezu ganz ohne Kraftaufwand dahingleiten – alles ist möglich. Bis zu einer Geschwindigkeit von 25km/h liefert der Elektromotor einen Teil der Antriebsenergie. Darüber ist der Antrieb aus Sicherheitsgründen der Muskelkraft überlassen. Die Technik der Fahrräder mit elektrischer Motorunterstützung ist inzwischen ausgereift, wenn man im Fachhandel ein E-Bike eines namhaften Herstellers erwirbt.
Eine Akkuladung reicht – je Landschaft, Fahrweise und Unterstützungslevel – etwa 60-100 Kilometer aus. Die Bremsen greifen schnell und sicher, so dass man keine Angst vor der Beschleunigung des Elektromotors haben muss. Aufmerksamkeit und Vorsicht ist natürlich trotzdem geboten; bei den Fahrern der E-Bikes ebenso wie im Straßenverkehr bei Autofahrern. Denn so schnell wie Radfahrer mit E-Bikes aus dem Stand auf Geschwindigkeit kommen, überraschen sie derzeit häufig noch andere Verkehrsteilnehmer. Die Beliebtheit von E-Bikes besonders in unserer Region ist wohl auch mit der anspruchsvollen Landschaft zu erklären, die jede Menge Höhenmeter für jede Radtour bereithält. In nahezu jedem Dorf und auf jedem Radweg sieht man bei gutem Wetter in Oberberg E-Bike-Fahrer.
Doch auch im Urlaub ist E-Bike-Fahren ein Genuss – und wer eine sportliche Herausforderung sucht, kann mit dem E-Bike auch weitere Touren fahren: Die große Reichweite bei gleichzeitig geringerer körperlicher Belastung machen auch längere Radtouren im Bergischen Land, bis ins Rheinland oder in den Westerwald möglich.

 

Ideen für Routen und Fahrtziele hat sicherlich jeder Oberberger auf Anhieb im Kopf. Darüber hinaus gibt es aber auch ausgearbeitete Tourenvorschläge von „Das Bergische“. Das Netz der Panorama-Radwege ist rund 220 Kilometer lang und führt zu weiten Teilen über ehemalige Bahntrassen. Diese sind auf dasbergische.de zu finden.
Außerdem gibt es eine Radwegekarte, die kostenlos im Büro der „Wir für Waldbröl GmbH“, Hochstraße 11 in 51545 Waldbröl erhältlich ist.

Noch abwechslungsreicher wird es, wenn man ein Smartphone sein Eigen nennt und dieses mit einer praktischen Halterung am Lenker seines E-Bikes befestigt. Denn dann warten verschiedene Apps zum Radfahren und E-Bike-Fahren auf einen. Von Routenvorschlägen über die Streckenplanung und mögliche Ausflugsziele bis hin zur Strecken- und Zeitmessung bieten die unterschiedlichen Apps wie »Komoot« (Abbildung), »Strava« oder »ViewRanger«, die meist für iPhones und Android-Geräte erhältlich sind.