Umweltpädagogik in der Grundschule

Mit Feuer und Wasser erweckten die Kinder die Dampfmaschine zum Leben. Dass einem das Lachen vergehen kann, wenn die großen Kohlekraftwerke richtig befeuert werden, um ihre Turbinen anzutreiben, verstanden die Kinder schnell. Andrea Herkenhöner (v.r.). Im Hintergrund: Marlene Leesmeister und Uwe Töpfer | Foto: Jürgen Sommer

(js) Staunend und mit glänzenden Augen saßen die 20 Viertklässler der Grundschule am Wiedenhof rund um eine kleine Modelldampfmaschine unter der das Feuer einiger Spiritusbriketts das Kesselwasser erhitzte. Endlich setzte sich das rote Schwungrad in Bewegung und mit Betätigung der Dampfpfeife begann auch die kleine Turbine ihr Werk und brachte das angeschlossene Lämpchen zum Leuchten. Damit war eigentlich schon alles erklärt, was man zum Thema „Energie erleben und verstehen“ wissen muss. Auf Einladung der AggerEnergie vermittelte Umweltpädagogin Andrea Herkenhöner, von der Deutschen Umweltaktion, Grundschülern in Waldbröl anschaulich das Elementarwissen über Grundformen der Energiegewinnung. Nach dem Motto: Probieren geht über Studieren, gelingt es ihr mit kleinen Experimenten, das schon vorhandene Wissen zu ergänzen und zu verfestigen. Herkenhöner war zu Gast in allen drei Grundschulen der Stadt und sorgte in 16 Klassen für zahlreiche Aha-Erlebnisse. Das kleine „Kohlekraftwerk“ hatte sie im Gepäck und nahm es auch zum Anlass die Problematik der Kohleverbrennung zu erläutern. Für viele Grundschulkinder ist der Begriff CO2 durchaus kein Fremdwort mehr, erklärte Herkenhöner ganz nebenbei. Uwe Töpfer, Geschäftsführer der AggerEnergie, möchte die Initiative seines Hauses auf keinen Fall als Werbeaktion verstanden wissen, sondern als einen Beitrag des nachhaltigen Umweltschutzes. Die Kinder sollen verstehen wo der Strom eigentlich herkommt und wie man sparsam damit umgehen kann, um die Umwelt wirksam zu schützen. Dass man auch mit einem Windrad Strom erzeugen kann, war ebenfalls schnell erklärt, denn neben ihrer Dampfmaschine holte Herkenhöner auch ein kleines Windrad hervor. Je mehr man pustete desto heller leuchtete das kleine Lämpchen. Schulleiterin Marlene Leesmeister hatte das Angebot der AggerEnergie, eine Doppelstunde im Sinne des Umweltschutzes gestalten zu wollen, gerne angenommen. Energiesparen ist ein großes Thema und dass die „Schlauberger“ der Klasse 4a schon ein großes Vorwissen hatten, nahm sie mit berechtigtem Stolz zur Kenntnis.