Polizeistiftung baut ehemaliges Forstamt in Waldbröl um


Der Umbau ist offensichtlich, aber spätestens in einem Jahr sollen die Appartements in der Erholungsstätte fertiggestellt sein.
Kay Wegermann, Diethlem Salomon, Landrat Jochen Hagt und Bürgermeister Peter Koester (v.l.) | Fotos: Jürgen Sommer

 

(js) Das alte Forsthaus in Waldbröl, am Bitzenweg 15, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Diente es lange Jahre seinem angedachten Zweck, so gingen mit Umstrukturierungen auch mehrere Umnutzungen einher. Die Landwirtschaftskammer NRW bediente sich mehrere Jahre lang dortiger Büroräume. Als Interimslösung zog die Polizeiwache für über ein Jahr ein, bis 2014 die neue Wache fertiggestellt war. Zwischendurch gab es immer wieder Leerstände bis im November 2017 die Polizeistiftung Nordrhein-Westfalen, mit Sitz in Düsseldorf, das Haus vom Liegenschaftsbetrieb des Landes erwarb. Seit 2015 suchte die Stiftung, die sich um im Dienst körperlich oder seelisch verletzte Polizisten kümmert, nach einer Immobilie, die sich als Erholungsstätte eignet. Die Wahl fiel auf das ehemalige Forstamt-Gebäude, das die Stiftung stolz als Jugendstil-Schlösschen bezeichnet. Vor der Gebäudeübergabe wurden bereits die Anträge zum Umbau und zur Umwidmung der Liegenschaft gestellt. Inzwischen sind die Handwerker aktiv. Die Hauptarbeit leistet ein Gummersbacher Bauunternehmen, das auf Altbausanierungen spezialisiert ist. Kalkuliert ist eine Bauzeit von 12 Monaten. Die Investitionskosten werden sich auf ungefähr eine halbe Million Euro belaufen. Im Endergebnis wird am Bitzenweg eine Erholungs- und Seminarstätte nach neuesten Standards ihrem Zweck übergeben werden. Polizeibeschäftigte, die im Dienst schwer verletzt wurden und deren Familien können sich kostenlos für ein oder zwei Wochen, nach oft traumatischen Erlebnissen, kostenlos in Waldbröl erholen. Vier Appartements mit Küchenzeile zur Selbstversorgung, familientauglich eingerichtet, stehen dann hierfür auf zwei Etagen neben einem Seminarraum zur Verfügung. Der Keller wird eine kleine Wellnessoase und Spielmöglichkeiten für Kinder aufnehmen. Im Außenbereich wird eine große offene Hütte mit umlaufenden Bänken und Grillinsel entstehen. Landrat Jochen Hagt und Bürgermeister Peter Koester machten sich vor Ort ein Bild vom Umbaufortschritt und ließen sich von Diethelm Salomon, dem Vorsitzenden der Polizeistiftung und seinem Kollegen Kay Wegermann über die Details informieren. Einig war man sich über die gute Wahl des Standortes. Kurze Wege zum Zentrum, eine ruhige Lage, nahegelegene Gastronomie und nach Norden das Waldgebiet des Nutscheid mit Panarbora, bergen viel Erholungspotential. Für die außerdem geplanten Seminare, so Salomon, habe man mit einer örtlichen Pension schon Vorgespräche geführt. Dort können die Teilnehmer übernachten.
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