Evangelische Kirche feiert Reformationsfest und weiht neuen Platz ein

Bürgermeister Peter Koester zusammen mit
»Luther« Jochen Gran (Ev. Pfarrer)

(ah) 500 Jahre ist es her, dass ein gewisser Mönch namens Martin Luther die Zustände der katholischen Kirche nicht länger hinnehmen wollte und den Überlieferungen nach die berühmten 99 Thesen an die Tore der Stadtkirche in Wittenberg pinnte. Dieser Streich eines rebellischen Kirchenkritikers hatte – so lehrt es uns die Geschichte – die Gründung der evangelischen Kirche zur Folge. Grund genug, ein großes Reformationsfest zu feiern und gleichzeitig den neu umgestalten Kirchplatz feierlich einzuweihen. Mit dem Platz in der Hochstraße ist ein weiterer wichtiger Baustein des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept IEHK umgesetzt und Waldbröl damit einen Schritt weiter in der komplexen Umgestaltung des Stadtbildes. Zum feierlichen Festakt präsentierte die evangelische Kirche ein buntes Programm mit viel Humor und zahlreichen Aktionen für Groß und Klein. Eine ökumenische Andacht mit Chorgesang und Bläserkonzert setzte aber gleichzeitig ein Zeichen, dass die beiden ursprünglich verfeindeten Kirchen heute längst ausgesöhnt sind und gemeinsam für die christlichreligiöse Kulturentwicklung der Stadt verantwortlich sind.Überhaupt möchte die evangelische Kirche mit dem neuen Platz einen Ort der Begegnung schaffen und Ausgrenzung und Diskriminierung keinen Platz haben. Dabei sind die Tage der nicht immer glatt laufenden Baumaßnahmen und die aus der Bevölkerung geäußerte Kritik an der Gestaltung längst vergessen. Mit der Fertigstellung des über eine halbe Million Euro teuren Umbaus ist der neue Platz nicht nur Kirchplatz, sondern als Teil des Stadtentwicklungskonzeptes auch Stadtplatz.

Vor der Kirche konnten die Besucher Live-
Musik wie vor 500 Jahren lauschen

Zahlreiche Besucher kamen am Reformationstag auf den neu gestalteten Kirchplatz.