Vom kleinen Basar zum Selbstläufer mit Tradition

Der MIBA wurde zu einem großen Treffpunkt für Besucher von nah und fern.

(eb) Bereits seit 1962 besteht die enge Partnerschaft zwischen der evangelischen Kirchengemeinde Waldbröl und dem weit entfernten Polimo im unzugänglichen Hochland von West Papua in Indonesien. Deutsche Gemeindeschwestern nahmen den Erlös des ersten Missionsbasars (MIBA) vor 54 Jahren mit nach West Papua und gründeten damit die Missionsstation im Hochland. Seit dem gehen die jährlichen Erlöse dort hin. Mittlerweile sind 2 Mädcheninternate von den Mitteln aus Waldbröl entstanden und werden damit unterhalten.
Traditionsgemäß findet der Missionsbasar immer am 01.11. statt. Was 1962 mit einem kleinen Basar begann, ist heute ein Großevent mit rund 200 ehrenamtlichen Helfern. Sie verkaufen alles was das Herz begehrt. Schnäppchenjäger, aber auch Liebhaber für Kunsthandwerk und Antikes kommen auf ihre Kosten. Auch für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt. Noch immer sind Helfer aktiv, die bereits beim ersten Basar 1962 mitgewirkt haben. Seit einigen Jahren helfen auch Jugendliche, wie Konfirmanden und die Kinder der langjährigen Helfer fleißig mit und lassen sich vom MIBA-Fieber infizieren. Sie bringen neue Ideen ein und sichern damit das Fortbestehen des Basars. Irgendwann ist der Missionsbasar ein Selbstläufer geworden und organisiert sich Jahr für Jahr aufs Neue. Besucher von nah und fern treffen sich am Basartag und viele Menschen haben den 1.11. als festen Termin in ihren Kalendern. Durch den guten Kontakt zu den Partnern in Indonesien wissen wir, dass sehr viele Menschen dort in Gedanken am 1.11. in Waldbröl sind. Sie wissen sehr gut, das an dem Tag etwas ganz Großes bei uns passiert, was den Menschen in West Papua zugutekommt. Diese starke Verbundenheit rund um den Globus ist eine weitere Besonderheit dieser Tradition. In diesem Jahr sind am Basartag selber stattliche 22.000 Euro erwirtschaftet worden.
Abgerundet wird der Missionsbasar bereits seit vielen Jahren durch das MIBA-Konzert des Posaunenchors Poco Brass Thierseifen unter Leitung von Eckhard Becker, in diesem Jahr in Kooperation mit dem Gospelchor Sister Act + unter Leitung von Romy Bürger. Unterstützt wurden die Musiker wie gewohnt von Lukas Schumacher am Schlagzeug sowie Pfarrer Jochen Gran, der zum Thema der Konzertes „Für den König“ eine kurze Ansprache hielt. Die stehenden Ovationen zum Abschluss und die sensationelle Kollekte von über 2.700 € sprechen da für sich. Mit diesem Erfolg kann die Arbeit in West Papua gut weitergeführt werden.